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So dieses und so jenes

Also, nachdem meine Kleine Gastschwester alles geloescht hat ein zweiter Anlauf den bloeden Eintrag zu schreiben.  Ich hab so ne Vorahnung das der Eintrag etwas laenger wird (big deal, ich hab ihn ja schonmal geschrieben^^) Aber keine sorgen, ich motiere nicht zum Benjamin... denke ich... eventuell...

Hailee, danke fuers loeschen :PImage Hosted by ImageShack.us

Also, zuerst, kleines Update was in den letzten zwei... eigentlich drei wochen so los war: PROM. Kurze Rede, langer Sinn: Dank Benjamin duerfte ja jeder wissen was Prom ist, und zwar der Abschlussball des Jahres bei dem sich alle fein anziehen und so. Ich (voll der Partyhengst, ihr kennt mich ja, just joking) war gleich auf zwei stueck, man kann ja nie genug haben.                                                   Reedsport Prom war ganz OK, wir waren mit ner kleinen Gruppe und hatten unseren Spass. Mein Date hat das Promdinner ausgesucht und wow, das restaurant war echt voll fett, haha. Ein Mongolisches Grillhaus, alle Zutaten waren Roh, man suchte sich aus was man will, gab es dem Koch und der bereitet dann alles vor deinen Augen auf ner grossen Grillplatte zu wobei er mit zwei riesen Messern hantiert wie ein Ninja ohne sich die Haende abzusaebeln. (faszinierend) Und das Essen fangt ein paar mal Feuer bis es fertig ist...schmecken tuts ganz OK, aber die show is gut. Alles in allem war die Prom aber zu klein, zu wenig Leute, Reedspart ist halt nicht besonders Gross, anderst als zweite Prom auf der ich war:

Marshfield ist die groesste schule an der ganzen Oregon Coast und entsprechent gigantisch war auch die Prom. Wir, will heissen die meisten AYUSA Austauschschueler an der Oregon coast, hatten uns abgesprochen zusammen die Prom in Marshfield zu sprengen.                                         Mein date war Pico (spaeter mehr dazu), zusammen waren wir bestimmt 15 leute oder so. Die Prom war gigantisch, es waren bestimmt 500 leute oder so da, das ist mehr als die gesamte Reedsport High School. Nach der Prom haben wir (Luiz und ich, das Dreamteam^^) bei einem Freund in Coos Bay (direkt neben Marshfield) gepennt.

Am naechsten Abend sollte ein Treffen fuer alle Austauschschueler direkt in Coos Bay sein, also beschlossen wir gleich ganz in Coos bay zu bleiben. Wir konnten allerdings nicht bei unserem Freund bleiben, also verabredeten wir uns mit ner anderen Austauschschuelerin den Tag bei ihr zu bleiben. Wir sollten sie und ihre Gastfamilie morgens in ihrer Kirche treffen.

Wow, die Kirche war wirklich einmalig...                   einmalig bescheuert !!!                                            Der Gottesdienst begann damit das alle zusammen ersteinmal ein paar total bekloppte, christliche Schlager zusammen gesungen haben. (...Oh Juesus, you are my life! Oh Jesus you are the way! Oh Jesuuuuuuuuuuus!!!...) oder       (Ohhhh, my life takes you, Jesus. Youuuuu are my liiiiiife...) und mein persoenlicher Favorit: ( ...Jeeeeeeeesuuuuus! Jeeeeeeesuuuuuuus! Oh my Jeeeeeeeeeeesuuus!!!...)     Und das war noch nicht alles, Einige Leute standen auf, schlossen ihre Augen und erhoben ihre Haende zum Himmel und fingen an am ganzen Leib zu zittern als wuerden sie Gerade Jesus persoenlich empfangen.                         Naja, nach der absoluten Jesus-Extase (Einschliesslich einer Predigt die besagte das Leute die nicht an Jesus glauben auf keinen Fall Versuchung wiederstehen koennen und sollten sie doch Versuchung wiederstehen dann nur weil Jesus ihnen geholfen hat)                                                      Nach der Kirche folgte dann der Kirchliche Bibelunterricht in dem uns der Priester erklaert hat warum die Evulutionstheorie eine Luege ist!!! Wow, interessante Art seinen Morgen zu verbringen.

Ich hab mich verliebt... in Pico, und sie sich in mich.       Fuer sowas suche ich mir wirklich immer den aller besten Zeitpunkt aus, aber es ist halt passiert. Pico ist auch ne Austauschschuelerin, sie ist aus Hong Kong. Die ganze Zeit seit Seattle mochte ich sie schon. Eigentlich ist es perfekt: Ich mag sie und sie mag mich. Bloederweise lebt sie in ner anderen Stadt als ich... in nem Anderen Land... Kontinent um genau zu sein.                                                     Wir schreiben uns Emails, das is alles was wir machen koennen. In letzter Zeit ging es mir etwas uebel, ich mag sie so sehr und weiss genau das wir eh nie zusammen sein koennen.                                                               Naja, alles geht mal vorbei, und ich will euch auch jetzt nich nerven

Pico und ichImage Hosted by ImageShack.us

Und sonst: Die schule neigt sich dem Ende zu, Bei mir setzt der Abschiedsschmerz ein und ich freu mich auf meine eltern und kann filleicht doch den Fuererschein machen. Dies und vieles mehr beim naechsten mal... schalten sie wieder ein.

Chris am 5.6.07 05:34




Letzter Eintrag in den USA (wahrscheinlich)

Joa, wenn ich mir den Kalender ansehe und dann meine eigene Faulheit (ja, Fritjof, ich gebs wenigstens zu) bedenke, dann wird das wohl wirklich mein letzter Eintrag hier sein. Ist schon komisch, wie die Zeit vergeht. Noch 3 Wochen, 21 Tage, und dann bin ich wieder in Deutschland. Seltsam.

Ja, ich hab ja nun schon ewig nicht mehr geschrieben. Inzwischen sind wir mit Oklahoma fertig. War ein voller Erfolg. Die Leute haben sich vor Lachen gekugelt. Bis auf die zweite Vorstellung war alles ausverkauft, obwohl wir noch 30 zusätzliche Stühle aufgestellt hatten. Die letzte Vorstellung wurde gefilmt und ich hab 2 DVDs bestellt, sodass ich das dann auch in der Heimat vorführen kann (wenn ihrs denn versteht^^).
Dann hatten wir Prom, den zweiten Schulball des Jahres. Ein paar Bilder sind ja schon seit einiger Zeit unter „USA #1“ zu finden. War super. Diesmal hatte ich ein tolles Date. Wir haben erst bei nem Kumpel gegessen (Eigentlich wollten wir kochen, aber mehrere Eltern haben sich dann bereit erklärt, diese Aufgabe zu übernehmen.) und anschließend fand dann der eigentliche (Disco-)Tanz im alten Bahnhof statt. Um 12 wars zu Ende. Wir sind dann noch zu ner Freundin und haben Pirates of the Caribbean 2 gesehen. Zumindest den Anfang. Um 2:30 bin ich dann mit zu nem Kumpel nach Hause, wo ich im Gästebett geschlafen habe. War einfacher, als noch nach Hause zu fahren.
Joa, dann hatten wir letzte Woche Youth Legisature. Das ist eine Veranstaltung, bei der Schüler Repräsentanten, Senatoren, Richter, kurz die Regierung, von Montana miemen. Wir haben über eigene Gesetzte verhandelt und hatten riesig viel Spaß. Alle Parteien zwischen Mitte und linkem Rand hatten riesigen Spaß und nur die Republikaner nahmen alles total ernst. Ich als sehr linker Ami habe dann natürlich das getan, was ich (mit) am besten kann: Republikaner off pissen. Das macht so wahnsinnig viel Spaß. Wir haben deren Fraktionschef mehrheitlich zur offiziellen Landsnuß erklärt, wir haben automatische Gewehre verboten, behinderten Veteranen verboten, mit dem Auto jagen zu gehen usw. Dafür haben die die Legalisierung von Homo-Ehen verboten. Doof, aber man kann eben nicht alles haben.
Letzten Montag bin ich dann mit Mark, Carl und Carls Vater, Hank, schießen gegangen. Ein Kleinkalibergewehr, ein großes Jagdgewehr, eine dicke Magnum und ne Schrotflinte. Hat soooo viel Spaß gemacht. Ich meine, ich finde es ziemlich bescheuert, dass jeder Montanaer  drei bis acht Schußwaffen unter dem Kopfkissen hat, weil er glaubt, sich gegen Einbrecher, Russen, Chinesen und das eigene Militär verteidigen zu müssen, aber Schießen an sich ist schon ganz lustig. Übrigens auch überhaupt nicht schwer. Also Snipern und so was ist wirklich wie am Computer. Mit ner Schrotflinte auf fliegende Tontauben schießen ist dann aber schon wesentlich schwerer.
Joa, und am Donnerstag war ich dann in Pirates oft he Caribbean 3. Ist ganz ordentlich. Meiner Ansicht nach der beste Film in der ganzen Reihe.
Sooo, das wars dann auch schon wieder. Will ja heute noch was unternehmen. Die Nacht ist schließlich noch jung. Also, alles Gute, man sieht sich ja recht bald,
Euer Ben
Benjamin am 27.5.07 03:31


Meine Gedanken zum Thema ...

Hi, hey, wazup!!!

Und wenn ihr euch jetzt fragt: "wer zum Henker is das denn jetzt?" ...Ueberraschung!!! Ich bins Christian. Hab mich iwie ne zeit (ewigkeit) lang nich gemeldet, aber ja, ich hab euch noch nicht ganz vergessen.

Im mom ist bei mir alles total relaxed. Kleines Update: Wrestling Saisong is vorbei und ich bin jetzt im Track team, also Leichtatletik, rennen, springen, werfen und son kram. Man kann sich aussuchen was man machen will, ich renne 1500m und 3000m und im 3000 halte ich im moment den Rekord in Oregon in unserer Schulgroesse mit 9minuten 51sekunden: High Five!

Vorletzte Woche hatten wir n Trip mit unserer Austauschorga. 5 Tage Portland und Seattle und es war supi. Portland und Seattle sind einfach megakrass und das beste war mit den anderen Austauschschuelern abzuhaengen.

Nach drei Stunden Fahrt waren wir in Portland und ich fuelte mich wie ein schiffbruechiger der die letzten 10 Jahre seines Lebens allein auf einer Insel verbracht hat und ploetzlich von Auserirdischen entfuert und auf dem Times Square wieder heruntergebeamt wird. Waerend Luiz und ich mit den anderen Austauschschuelern im Auto sassen bauten sich draussen vor unseren Augen Haeuser auf, Bruecken und strassen ... dann Hochhaeuser und und Autobahnen. Unsere gesichter waren voll von Staunen und unserer aller Lippen formten ganz leise das Wort: "Zivilisation"      Wir wagten es nur zu hauchen auf die Gefar hin das alles nur ein Traum ist und wir ploetzlich aufwachen koenten.

Wenn man in Reedsport lebt gewoent man sich schnell ans Kleinstadtleben und wenn man fuer ein Jahr wie Luiz und ich und all die anderen aus den anderen Kleinstadten im Umkreis keine groessere Stadt zu sehen bekommt beginnt man schon fast zu denken das Reedsport doch eigentlich gar nicht so klein ist wie man zuerst dachte. Hahaha, der war gut. Wenn man dann aber wieder eine richtige Stadt zu sehen bekommt wird einem der Kopf aber wieder richtiggerueckt!!!

Naja, wie auch immer, wir waren also in Portland und um uns herrum Zivilisation und wir waren alle ganz doll fasziniert. Zuerst durften wir ne Stunde shoppen (in einem echten Einkaufszentrum, nicht Wallmart) und dann gabs eine Stadtfuerung fuer uns. Portland, Oregon wird immer die Europaeschiste Stadt in Amerika genannt, vom flair und Aussehen her, und es stimmt. Man fuelte sich fast zuhause, das Feeling war einfach nich amikanisch. Wir waren zwei Tage in Portland und hatten einfach einen mega blast.

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(Bescheuertes Foto, lol :P )

Nach 2 Tagen Portland mit jeder menge Activities kahm wieder das Auto und auf der Interstate 5 ging es schnurgerade ohne eine einzige kurve nach Seattle, Washington. 4 Stunden Spaeter konnten wir dann die Hochheuser am Horizont sehen und wir waren da, aber wo? Das ist Seattle? Alles faellt aus einander, die Hauser sind alt und alles is irgendwie trashig. Wir kahmen gerade aus Portland wo alles sauber und ordentlich war und ploetzlich sind wir in Seattle und es sieht schlimmer aus als in NY...schlimmer als Duisburg. Naja, uebertreiben wir ma nich. Die drei Tage in Seattle waren die  besten im ganzen trip, wir haben jede menge Krams Gemacht (Spaceneedle und so) und hatten mega fun.

Und in zwei Monaten bin ich wieder zu hause. Schwer zu glauben aber wahr. Hier in Reedsport ist alles so normal geworden. Ich bin hier zu hause, und jezt soll ich weg? Ich will ja nicht fuer immer hierbleiben ich vermiss euch Leute zu hause, aber ein bisschen laenger villeicht? Drei, vier Monate? Ich weiss schon garnichtmehr wie Deutschland aussieht, Deutschland ist gerade so unglaublich weit weg. Wenn man zuhause in Deutschland ist geht ein jahr verdammt schnell rum, aber wenn man fuer ein Jahr wegfaert merkt man erstmal wie lang so ein Jahr eigentlich ist. Es kommt mir vor wie eine Ewigkeit. Und ich hab auch Angst das alle Freundschaften nicht mehr das sind was sie mal waren. Ich mein ich hab mit den meisten von euch seit Monaten nich mehr geredet (nich meine Schuld, Zeitverschiebung und 8 Leute die sich einen einzigen Computer teilen... was soll ichn machen?) Aber ich freu mich auch, das wird schon. Immerhin seh ich euch alle wieder.. und meine Family.. das wird super

Ausserdem hatten wir noch Prom und jede menge anderen shit, aber davon fang ich garnich erst an, will ja keinen Monstereintrag machen wie der Benjamin

Image Hosted by ImageShack.us (Wir auf der Spaceneedle)

Fett, in 14 Tagen hab ich Geburtstag: 18!!!!!!!!!!!!!! Wie Krass is das denn?                                                    Hab euch alle lieb, schickt mir Geschenke.

Chris am 2.5.07 06:01


Spring Break

Ja, wie ihr wahrscheinlich schon wisst (ihr lest schließlich alle fleißig in meinem Blog), bin ich grad in Phoenix, Arizona. Kennys Onkel Eric hatte uns hierher eingeladen. Am 30., das war ein Freitag, hatten wir unseren ersten freien Tag, sodass wir schon am frühen morgen abfliegen konnten. Nach etwa 4 Stunden (wir mussten einmal umsteigen) waren wir dann in Phoenix, wo wir von Kennys Tante Cindy abgeholt wurden.

Die Gegend hier ist recht karg. Staub, Geröll, ein paar Wüstengewächse. Dafür sind die Städte schöner als im Rest der USA. Cindy und Eric leben mit ihren drei Kindern, Tabitha, 3, Hanna, 4, und Calvin, 7, in einem ganz netten Haus mit einem riesigen Pool. Die Häuser sind ALLE in Terrakotta Tönen gehalten und sehr gepflegt. Die allermeisten Häuser haben Pools, die Grünanlagen sind in bestem Zustand, überall Palmen und Golfrasen. Klar, das hier ist eine der besseren Gegenden, aber auch die schlechteren sehen wesentlich besser aus als vieles was ich hier bisher gesehen habe.

Kennys Onkel verdient sein Geld als Poolbauer, als sehr erfolgreicher Poolbauer. Die Ausflüge die wir gemacht haben, waren dementsprechend auch recht angenehm. Am Samstag nach unserer Ankunft sind wir zum Beispiel zum Grand Canyon gefahren. Etwa 380 Kilometer durch die Wüste. Unter den ganzen Autos in ihrem Besitz befindet sich auch ein riesiger SUV. Das wir den genommen haben, trug wesentlich zu meinem Wohlbefinden bei. Die letzte halbe Stunde der Fahrt war eine gewundene Schotterpiste durch irgendwelche Canyons. So sorgsam die Amis mit Geschwindigkeitsbegrenzungen sind, auf unbefestigten Schotterpisten gibt es keine Limits. Nett. Die Straße war nicht stark befahren, sodass wir wohl eine Durchschnittsgeschwindigkeit von um die 80 kmh hatten. Die Straße war fast einspurig und die Sicht recht begrenzt (Staub), aber sorgen (wegen dem Gegenverkehr) mussten WIR uns keine machen. Wir saßen in einem riesigen 3,5 Tonnen Geländewagen. War lustig (und ist nix passiert). Dort angekommen wollten die Indianer (Reservatsgelände) dann eine abartige Summe als Eintritt haben. Naja, die hatten in der Woche den Skywalk eröffnet. Das ist ne Glasbrücke über den Grandcanyon, also nicht zur anderen Seite, sondern Halbkreisförmig zur gleichen Seite zurück. War interessant. Die Veranstalter behaupten, da gehe es über nen Kilometer tief runter, aber das waren höchstens 100 Meter. Ansonsten haben wir die erste Verlobung auf dem Ding miterlebt. Rührend :‘-(

Joa, am Mittwoch sind wir dann nach Kalifornien (solltet ihr auch wissen). Nachts um 1 waren wir dann da. Wir hatten im Internet gebucht und es war praktisch alles ausgebucht gewesen. Bis auf dieses kleine Hotel. Haha, nun wissen wir auch warum. siffig! Sehr siffig. Geradezu supersiffig. Aber wir wollten da sowieso nur zum Schlafen hinkommen. Am Donnerstag sind wir dann ins Disneyland Kalifornien. Jaaaaaaa. Endlose Schlangen. Riesige Menschenmassen. Teures Essen. Aber war wirklich toll. Hab zwei Paraden gesehen, das Matterhorn bestiegen, bin durch ein Spukhaus gezogen und habe eine Wildwasserfahrt gemacht. Auf die Achterbahn hab ich mich nich getraut *schäm* Dann noch eine riesige Menge (sehr preiswerter) Souvenirs gekauft und das wars dann auch. Freitag gings zuerst an den Strand. Es war bewölkt, nebelig und kühl. So ist es in Kalifornien zu dieser Jahreszeit wohl ständig. Trotzdem war der Pazifik voller Surfer. Und Ölbohrinseln. Die haben die praktisch auf den Strand gebaut. Nix, ein son Ding am Horizont. Nein, 7 oder 8 in 1,5 km Entfernung. Schöööööön. Wir haben dann ein wenig im Sand gebuddelt und die Füße nassgemacht (Es war wirklich kalt. Die Surfer hatten alle Neoprenanzüge an und Schwimmen war keiner.). Dann zurück nach Phoenix, einen Tag früher als geplant.

Gestern, Samstag haben Kenny und ich Eric beim Aufräumen der Baustelle für sein neues Büro geholfen. Danach hat er uns zum Flughafen gebracht und ist mit uns nacheinander ein wenig geflogen. Ein Flugzeug hat er nämlich auch. Mit Kenny hat er ein paar Stunts gemacht, Schrauben, Parabeln etc. Ich hab ihn gebeten, dass sein zu lassen. Ich mag fliegen nicht so wirklich, aber so ein Kleinstflugzeug wollte ich schon immer mal ausprobieren. Das durften wir dann auch. Als wir hoch genug waren durften wir selber steuern. Ist eigentlich wahnsinnig einfach. Das ist nicht viel mehr als der Microsoft Flight Simulator (ein klein wenig Produktplacement). Abends haben wir dann für die Kinners die Ostereier versteckt. Die hatten ein paar Freunde da, sodass wir das schon einen Tag früher gemacht haben. Wir haben die rausgeschickt und dann die Ostereier mit Gemüse und Steinen gefüllt und drinnen versteckt. Dann haben wir sie suchen lassen. Die waren noch nicht mal enttäuscht. Klar, ein klein wenig verwundert, aber ansonsten OK.

Joa, bis hierher war es Ostersonntag. Dann ging mir leider die Zeit aus und nun ist es Dienstag, kurz vor 10 Uhr Abends.

Okay, zurück zu den Ostereiern. Wir haben dann die Richtigen draußen im Garten versteckt, man ist ja kein Unmensch. Später haben wir dann Streiche vorbereitet. Onkel Eric ist für seine schlimmen Streiche bekannt und wir wollten die Gelegenheit beim Schopfe greifen, den Rest der Familie ein wenig zu rächen (Uns auch, der hat uns Schlagsahne in die Schuhe gefüllt und die Toilettensitze mit Zeugs beschmiert&hellip. Wir haben dann Stinkbomben zusammengemixt (Eier, Milch, Käse und was wir sonst noch so finden konnten. Die haben wir dann an mehreren Stellen im Haus versteckt, u.a. im Schlafzimmer und in der Klimaanlage der Küche. In ein paar Tagen dürfte es müffeln.

Montag mussten wir dann leider schon wieder zurück. Schade. Ferien waren zu Ende. Wir sind dann Nachmittags nach Salt Lake City geflogen. Die hatten starken Wind, sodass wir ein wenig Verspätung hatten. Wir mussten dann zum nächsten Flugzeug rennen, haben aber auf dem Weg noch ein paar Mitschüler getroffen. Die waren auf ner Reise mit dem Spanischkurs nach Costa Rica gewesen und kamen nun grade zurück. Unser Flug war leider schon voll, sodass die erst ein paar Stunden später ankamen.

Heute haben Kenny und ich uns dann frei genommen. Die haben hier so ein seltsames System: Ein Schüler darf pro Halbjahr 9 Tage ohne guten Grund fehlen (d.h. ohne Attest). Das führt zwar zur Eindämmung von exzessivem Schwänzen, bedeutet aber auch, dass jeder versucht die 9 Tage gefahrlosen Schwänzens auszunutzen. Wer länger fehlt, dem wird das Halbjahr einfach aberkannt. So, wir sind also zuhause geblieben, haben Hausaufgaben gemacht und haben einfach mal ausgeschlafen.

Nach Arizonas Hitze sind wir hier wieder am frieren. Die ganze Zeit, in der wir weg waren, hat es geschneit und war eisig kalt. Inzwischen ist es wieder ein wenig „wärmer“, sodass man Tiere wieder raus lassen kann, ohne sie in den Tot zu schicken. Naja, morgen ham wa also wieda Schule. Muss wohl sein, aber mir gefallen die wesentlich längeren deutschen Ferien viel besser. Nächstes Jahr haben die hier in Livingston zum Beispiel geplant, die Frühlingsferien ganz weg zu lassen. „Die Schüler langweilen sich doch.“ Das hat der Direktor der Mittelschule tatsächlich behauptet. Lächerlich. Naja, geht mich dann nix mehr an.

Alles Liebe, bis dann,

Euer Benjamin

Benjamin am 11.4.07 06:17


Geburtstag, Oklahoma, H.M.S. Pinafore, Snowshoeing, Bonfire, Spring Break

Joa, nun wird es mal wieder Zeit für einen neuen Monster-Eintrag. Nehmt euch Zeit^^

Also, ich beginne dann mal mit meinem Geburtstag am 14. März. In den Tagen zuvor waren bereits 2 Pakete aus der Heimat angekommen. An meinem Geburtstag bin ich dann eine halbe Stunde früher aufgestanden, um mal richtig zu Frühstücken. Gregg hatte zur Feier des Tages Omelette gemacht (mit scharfem Käse, Paprika, Tomaten, Schinken … yammy) und Bagels besorgt. Danach hab ich dann die Pakete geöffnet (2,5 Kilo Schokolade, 2 GB SD-Speicherkarte für die Kamera) und mich zur Schule begeben, erstmals mit meinem iPod. In der Schule wurde ich dann bei der Morgendurchsage vergessen. Jeden Morgen gibt es eine Durchsage mit den Geburtstagen des Tages, Sonderaktivitäten (AGs), Lunch-Menü etc. Ein paar Minuten später kam dann doch noch eine Durchsage. Jaaaa, Tag gerettet *freu* Nach der Schule bin ich dann noch eine Stunde dageblieben, weil ich zu faul war, mit meinen Büchern nach Hause zu laufen. Ich hab dann meine Mails gelesen und mit euch gechattet. Um 4:30 war Kenny dann mit seinem Track (Leichtathletik)-Training fertig, wir sind nach Hause gefahren und  haben Emily, Michael und Joan aufgelesen um dann nach Bozeman weiterzufahren. Dort haben wir uns mit Gregg getroffen, um bei einem Italiener Essen zu gehen. Das Essen war toll, die Getränke waren kostenlos und wenn man nicht fertig wurde, konnte man sich nen Karton geben lassen, um es mit nach Hause zu nehmen. Das ist bei hiesigen Restaurants recht üblich. Danach ging es dann wieder nach Hause, wo wir dann über den Geburtstagskuchen herfielen. Nachdem wir alle dem Platzten erschreckend nahe waren, haben mir dann die Fawcetts ihr Geschenk gegeben: Eine Schuljacke. Das ist eine Jacke aus einem filzähnlichen Material mit Lederärmeln in den Farben Lila und Weiß. Dazu gehören Aufnäher mit meinem Namen und einem P für Park High School, beides in Gelb, sowie von der Schule ausgegebene Abzeichen für bestimmte Aktivitäten (Choir, CrossCountry etc.), die auf dem P angebracht werden. Unsere Schule hat eine ganze Menge Kleidung in den Schulfarben, aber das war leider alles schon ausverkauft, als ich nachgefragt habe, weshalb ich mich natürlich extrem über diese Jacke gefreut habe.

Soo, als nächstes kam das Vorsingen für unser Schulmusical „Oklahoma“. Meine Schule hat die Aufführungsrechte für die Originalversion erworben, was bedeutet, dass wir ein vollausgewachsenes Musical von 2-3 Stunden Spielzeit aufführen werden. Ich hab mich beworben und hatte ein ganz gutes Gefühl. Am Freitag wurde ich dann für die Hauptrollen- und wichtigere-Nebenrollen-Vergabe nochmal einbestellt. Letztendlich bekam ich die Rolle des persischen Händlers/Liebhabers. That’s gonna be sooo cool!

Und wie aufs Stichwort bin ich dann am Samstag mit ein paar Kumpels zu einer Aufführung des Stückes HMS Pinafore gegangen. Das ist ein Musical was von der lokalen Schauspielgesellschaft aufgeführt wurde, d.h. das Schauspielhaus, Kostüme, Bühnenbild und der Regisseur wurden gestellt, die Schauspieler waren unbezahlte Laien, zumeist Schüler. Trotzdem war die Aufführung genial. Die Hauptrollen waren herausragend gesungen, Bühnenbild, Kostüme etc. schlicht super. So etwas könnte man von einer kleinen bis mittleren Stadt erwarten, aber definitiv nicht von einem Dorf/Kaff wie Livingston. Und die haben 4-5 Stücke im Jahr. Wer ein paar Photos sehen möchte, sollte www.firehouse5.org besuchen.

Mit der Kirche haben wir in den letzten Wochen Snowshoes gebaut, das sind Tennisschläger, die man sich bei tiefem Schnee unter die Füße schnallt, um nicht einzusinken. Wir hatten verschiedene Varianten ausprobiert, mit Weidenruten oder Ahornlatten, Seilen und Hirschhaut. Am Ende hatten wir dann 3 Paar, die einigermaßen stabil aussahen. Gestern morgen sind wir dann in die Crazy Mountains gefahren, wo immer noch 30-40 cm Schnee lagen.  Wir sind dann losgewandert, der Schnee war wegen der nächtlichen Kälte noch festgefroren, die Luft allerdings um die 20°C. Der Himmel blau, die Sonne strahlend und die Natur wunderschön. Leider hatte ich meine Kamera nicht dabei, aber es war atemberaubend. Schroffe Gebirgszüge, niedrige, hellgrüne Kiefern, Schmetterlinge, Eichhörnchen, im strahlend weißen Schnee die Spuren von Rehen, Hirschen und Kojoten, darüber ein tiefblauer Himmel. Nach kurzer Zeit war uns so warm, dass ich nur noch in nem ärmellosen T-Shirt rumlief. Tiefer Schnee und T-Shirts, das hatte was paradoxes. Naja, nach ein oder zwei Stunden fingen unsere Schuhe an, auseinander zu fallen, sodass wir uns langsam zurückbegeben mussten. Das hat solchen Spaß gemacht.

Abends waren wir dann bei einem Bonfire (Lagerfeuer). Ein paar Kumpels hatten ein nettes Plätzchen ein paar Meilen außerhalb von Livingston am Yellowstone River gefunden und hatten per Telefon Leute zusammengetrommelt. Um 7:30 waren wir da und bis 8:00 kamen noch etwa 10 andere. Einige brachten Würstchen mit, andere hatten den Kofferraum voller Holz. Wir haben dann ein Feuerchen gemacht und Hot Dogs gegrillt. Das Wetter war immer noch super, auch wenn es später ein wenig kälter wurde, sodass man näher zusammenrücken musste. Um 11:00 löste sich die Gruppe dann auf und wir sind nach Hause gefahren.

Soo, nun ist es bereits Montag, weil ich gestern nicht fertig geworden bin. Noch 3 Tage Schule und dann sind Ferien. Freitag fliegen Kenny und ich von Bozeman über Salt Lake City nach Phoenix, Arizona. Dort lebt ein  Onkel von Kenny, der uns eingeladen hat, vorbeizukommen. Die wollen mit uns dann ein wenig durch die Staaten touren. Zuerst war geplant worden, nach Houston zu fahren, aber im Moment sieht es wohl eher nach Kalifornien aus (@Julia: :P), wahrscheinlich mit ein paar Abstechern zu Sehenswürdigkeiten wie Death Valley, Monument Valley, Moab Desert, Zion National Park etc. Da freu ich mich schon riesig drauf. Kennys Onkel ist reich, ein Scherzkeks und ein Spielkind. Ich bin so gespannt, den kennenzulernen. Kenny und ich überlegen schon fieberhaft, wie wir ihm seine Streiche heimzahlen werden. Dass er uns welche spielen wird, steht außer Frage. Und der is da auch nicht zimperlich. Bei einer Hochzeit vor ein paar Jahren hat er dem Brautpaar, bevor es zur Kirche fahren wollte, die Zündkerzen geklaut und das Bremspedal mit der Hupe verbunden. Ein anderes Mal hat er Freunden, während die im Kino waren das Auto geklaut, sodass die erst mal für ein paar Minuten dachten, ihr Auto wäre gestohlen worden (gut, war es auch, aber nur ein bisschen). Ich glaub, Kenny und ich werden uns beim Schlafen abwechseln.

Soo, nun dürftet ihr erstmal genug zu lesen haben. Das ist wahrscheinlich auch der letzte Eintrag bis ich am 10. April wieder zuhause bin.

Alles Liebe,

Benjamin

PS: Meine Abiturprüfungsfächer sind 1. Physik, 2. Englisch billingual, 3. Mathe, 4. Geschichte. Was habt ihr gewählt?

PPS: Das hier sind 1074 Wörter.

Benjamin am 27.3.07 02:27


Ticket to NYC

Okay, dann meld ich mich jetzt mal wieder. Im Moment sitze ich in einem Bus der mich von Bilings, mit 90.000 Einwohnern die größte Stadt in Montana, zurück nach Livingston bringt. Wie ihr ja bestimmt schon im Gästebuch gelesen habt, sind wir am Sonntag hierher gekommen, um an dem BPA-Wettbewerb auf State-Level teilzunehmen.

Wie ihr als regelmäßige und ungeheuerlich Neugierige Besucher unseres Webblogs wohl auch wisst, ist, dass ich mich im Januar auf regionalem Level für diesen Wettbewerb qualifizieren musste, was mir in den Kategorien "Website Design", "Interview Skills" (Bewerbungsgespräch) und "Prepared Speech" gelang. Nun ging es also nach Billings.

Nach gut 2:50h, nicht wirklich erholsamen Schlafes bin ich Sonntags um 4:30 aufgewacht worden, um meine sieben Sachen zusammenzupacken, um dann rechtzeitig am Bus zu sein. Gegen 8:30 waren wir in Billings, wo wir im College of Technology (COT) unseren ersten Wettbewerben entgegen sahen, was bedeutete, dass wir in einem siffigen Toilettenraum unsere Turnschuhen und T-Shirts gegen Anzüge samt Krawatte tauschen "durften" (wi hätten auch stundenlang im Anzug im Bus sitzen können, aber das wollte dann doch keiner). ich hatte nur ein Event an besagtem Sonntag, sodass ich mich den größten teil der Zeit ziemlich langweilte. Um 10:30 sollte ich an dem Vorausscheid für "Interview Skills" teilnehmen. Hab ich auch gemacht, bin ja lieb und freundlich. Danach hatte ich dann ungefähr 7 Stunden lang Zeit, nichts zu tun. Und ich meine wirklich nichts. Ich habe ungefähr anderthalb Stunden in einem unbequemen Stuhl in einer noch viel unbequemeren position zu schlafen versucht, dann aber aufgegeben. Ein bisschen Zeit ging auch fürs Essen drauf.

Um 5 sind wir dann zu einer nahen Mall gefahren, wo wir was gegessen haben und auch richtige Freizeit bekamen. Ich habe sie genutzt, um mir ein weiteres Hemd (ich musste für sowas immer eines von Kenny's Hemden leihen, dass mir, Gott weiß warum, sogar passt) und eine Badehose zu kaufen. Das Hotel hatte nämnlich einen Pool, was bedeutete, dass man sich auf angenehme Art die Zeit vertreiben könnte.

Um 7:30 pm hatten wir dann die Eröffnungszeremonie (Warum die am Abend des ersten Tages, also nach den ersten Wettbewerben, war? Keine Ahnung. Americans are weird.) Das war so wahnsinnig extrem langweilig! *SCHNARCH!* Naja, irgendwann war dann auch das vorbei und wir sind schwimmen gegangen. Danach hat mir ein Mitschüler seinen Laptop geliehen, sodass ich mir World of Warcraft angucken konnte. Ziemlich cool, aber zu zeitaufwendig und teuer.

Um 11 waren wir im Bett, und das will was heißen. Ich hätte im Stehen schlafen können.

Am nächsten Morgen mussten wir so aufstehen, dass wir rechtzeitg bei unseren Events waren. Mein erstes, Interview Finals, war um 11:20, wodurch ich ungefähr 10h Schlaf bekam. Pretty sweet! Die Wettbewerbe am Montag waren im Hotel nebenan. Bin hingegangen und hab mein Bewerbungsgespräch geführt. Ist ziemlich gut gelaufen, obwohl hier der "German Bonus" hilft. Die Hälfte der Zeit haben wir Offtopic über meine Erfahrungen und wo ich herkomme gesprochen. Die andere Hälfte lief aber auch sehr gut.

Um 12:15 hatte ich Prepared Speech. Es lief soooo schlecht. Wenn ich da auch nur einen Blumentopf gewonnen hätte, hätte ich so gelacht. naja, ich hatte mich in 3 Events qualifiziert, für die nationale Runde (in NYC!!!!!) musste ich nur in einer Kategorie 1./2./3. werden. Gut, bei etwa 1500 Teilnehmern in ungefähr 35 Events auf State-Ebene in Montana ar auch das nicht einfach, aber Jammern hilft nicht. Zuletzt hatten ich dann Website Design, ein Team-Event zusammen mit Jason Rogers, einem 9. Klässler. Das war meine Paradekategorie. Dachte ich. Die Juroren schienen auch ziemlich beeindruckt von unserer Site. Am Ende meinten sie allerdings, dass der kostenlose Webspaceprovider, der unsere Site ins Internet gestellt hat, Nackte-Mädchen-Werbung einspielt. Tja, so hatten wir uns das nicht gedacht.

Abends waren wir dann im Texas Steak House essen. Auf Schulkosten. Es war genial. Wir hatten ein $15 Hauptgericht Limit und das essen war toll.

Abends hatten die dann einen Discoabend organisiert, aber der war schlecht. Wir sind einfach rausgegangen und haben uns unterhalten.

Heute, Dienstag, war dann nur noch die Preisverleihung, die die auf sagenhafte 3 Stunden ausgedehnt haben. Es war absolut lächerlich. Nach und nach wurden die Preise vergeben und kaum einer von Park High wurde überhaupt genannt. Dann kam Website Design. Wir waren nicht dabei. Sch***, aber ich hab ja noch Interview Skills. Es kommt Prepared Speech und ich bin nicht dabei. Wer hätte das gedacht. Finally: Interview Skills! Mein Name ist unter den 10 Besten. ich gehe nach vorne. Platz 10 wird vergeben. Platz 9. Platz 8. Mein Name ist nicht dabei. Ich müsste zumindest 3. werden, um nach NYC zu dürfen. Platz 5. Platz 4. Nicht dabei. Platz 3. Platz 2: Ben Maschler!!!! Yieppiehhhhhh! Ich bin der zweitbeste Bewerbungsgesprächführer in Montana und unter den 150 Besten in den USA. Außer mir hat sich noch Aleksander Navratil direkt für New York qualifiziert. Er kommt aus Polen und ist der zweite, mir besser bekannte, Osteuropäer mit dem Namen Alexander, der groß und hochintelligent ist. Und ich kenne nur eine handvoll Osteuropäer. Ist wohl genetisch bedingt. Ein oder zwei andere Park High Schüler könnten wohl auch noch mit, wenn einer von den Besser-platzierten nicht fährt. Und die Wahrscheinlichkeit hierfür ist in Montana recht groß. Nationals sind in New York City und wir fliegen dorthin. Und Fliegen ist in den USA extrem teuer und wir müssen das größtenteils selber bezahlen. Wir haben zwar während der Basketball-Games fleißig Snacks verkauft, damit aber nur $2000 eingenommen. Die Kosten pro Person liegen aber bei $2500, was immer noch einen riesigen Batzen Geld erfordert. Naja, mal gucken. Livingston ist ja auch ganz schön.

Nach einem ziemlich guten Mittag sind wir nun, wie schon gesagt, auf dem Weg zurück nach Livingston. Das Wetter ist genial und wir sind alle in einer Art Frühlingsfieber. Die Sonne strahlt vom blauen, wolkenlosen Himmel und es ist mindestens 25° warm. So sollte es immer sein.

Joa, Strom war alle. Inzwischen ist es 6:30 pm und ich bin wieder zuhause. Neuesten Informationen zufolge sind es nur $1600, die man braucht um nach NYC zukommen, allerdings sind die Einnahmen von dem Essen-Verkaufen weitestgehendst in Billings drauf gegangen. Naja, ich hab soabld ich zuhause war meine Eltern angerufen. Nach mehreren Versuchen (es war 24:00) ging meine Mutter ans Telefon und wir haben einen Finanzierungsweg gefunden. Wenn die anderen, wir sind wohl doch zu dritt, ja sagen und mitkommen, fahre ich nach NY. Aber nur dann, weil alleine ist das doch ein wenig seltsam.

Morgen habe ich normal Schule und übermorgen, Donnerstag, fahre ich nach Missoula zur University of Montana (U of M), wo die Language Days veranstalten. Man kann in Fremdsprachen-Klassen reinschnuppern und Austausschüler müssen mit. Seltsam, aber OK. Somit habe ich diese Woche nur anderthalb Tage Schule (wir fahren Donnerstag um 12:30 ab). Letzten Donnerstag haben wir unsere letzte Mathearbeit geschrieben. Letzten Freitag war der Lehrer nicht da, Montag und Dienstag war ich nicht da. Morgen bin ich ausnahmsweise mal da und Donnerstag schreiben wir die nächste Arbeit. Irgendwie ungünstig. Und normalerweise haben wir zumindest 2-3 Wochen zwischen 2 Arbeiten.

Und ansonsten? Von Donnerstag bis Samstag hatte unser Lady-Ranger-Basketball-Team sein State-Championship-Tournament. Ich war bei 3 von 4 Spielen anwesend, immer in Schul-T-Shirt, mit Purple&Gold Baseball-Cap und wilden Purple&Gold Malereien im Gesicht. Das erste Game war toll. Wir haben gut gespielt und mit 8 Punkten Vorsprung gewonnen. Freitag haben wir verloren. Wir haben uns die Seele aus dem geschrien, aber es hat nicht geholfen. Samstagmorgen hatten wir dann das Game um uns für das Game um den dritten Platz zu qualifizieren. Es begann wohl um 9:30 am. Ich hab geschlafen und dann mit meiner herzallerliebsten Familie in Good Old D telefoniert, sodass ich es verpasst habe, aber mir wurde berichtet, das die Mädels tolle Arbeit geleistet haben. Abends war ich dann wieder in Belgrade, eine kleine Stadt, vielleicht ein bisschen größer als Livingston, etwa 45 min entfernt, und wir haben um den dritten Platz gespielt. Zuerst waren wir mit 13 Punkten in Führung. der Vorsprung wurde immer kleiner und zur Halbzeit waren wir tied (gleichauf), im 3. Viertel waren die mit bis zu 4 Punkten im Vorsprung, aber im 4. Viertel haben wir dann wieder aufgeholt und mit einem Punkt (!!!) Vorsprung gewonnen. Es war toll. So macht Sportgucken Spaß.

Soo, das wars dann auch schon wieder. Ich hoffe, ihr wurdet von dem Umfang dieses Eintrags nicht erschlagen.

Bis demnächst, hab euch lieb, vermiss (die meisten von) euch ;-),

Eur Benjamin

PS: Wir haben gestern, Montag, den 10.000 Besucher begrüßen dürfen. Pretty cool. Vielen Dank an euch alle.

Benjamin am 7.3.07 03:13


America smells funny

Ja, Amerika riecht komisch, aber bevor ich dazu komme muss ich erstmal fragen: Benjamin...wo bist du nochmal? In Amerika? Das ist aber komisch, wo bin ich denn dann gelandet?

Meine Schule ist totale Entspannung, der Unterricht ist so einfach das es schon beinahe weh tut...beinahe. Der Unterricht besteht darin im Klassenraum zu sitzen und dem Lehrer zuzuhoeren. Die Ausstattung kommt allerspaetestens aus den siebzigerjahren. Computer haben wir n paar , man kann sie an zwei Haenden abzaehlen und sie sind noch lahmer (ja das geht) als die Rechner in unserem Selbstlernzentrum. Wenn es regnet (und das passiert in Oregon recht heufig) dann tropft ueberall Dasser von der Decke, unsere Flure sind voll von Eimern die die Stroeme auffangen die von der Decke regnen, in den Klassenraeumen fallen schon die Stueropor (wie schreibt man das nochmal?) Platten von der Decke weil sie staendig vom Regen Aufgeweicht werden. Selbst der Direktor hat einen Eimer mitten auf seinem Schreibtisch stehen. Die Halbe schule darf man nicht betreten weil sie Asbestverseucht ist, was aber nur eine Notloesung ist weil Asbest eigentlich ueberall in der schule verbaut ist. Wir haben seit November keine Heizung mehr, unsere Schule wird naemlich von zwei Beulern geheizt die von einem Krigsschiff aus dem zweiten Weltkrieg stammen und jetzt den geist aufgegeben haben. Wir frieren uns den A*** ab. Wir haben durchschnittlich 4 Tage in der Woche schule weil unsere Schule es sich nicht leisten kann die Lehrergehaelter fuer alle fuenf Tage zu bezahlen. Heute ist zum beispiel Montag und im moment ist es zwoelf uhr mittags und ich bin zu hause. Keine Schule. Kein Geld.

Unsere Schule besteht nur aus Grueppchen und kliquen. Es gibt die beliebten Seniors, die beliebten juniors und sophomors, die beliebten Freshmen, die Kuenstler, die uncoolen kids, die cheerleader, die Wrestlers, die Basketballplayers, die Geeks und Nerds, die Intelligenten und Wichtigen, Die Drogenfreaks, die Emos... Wie in Billigen Ami-Teenyfilmen.

Wo war ich? Ah, jo, Amerika riecht komisch. Das fiel mir zum ersten mal auf als ich in New York aus dem Flughafen kahm. Es riecht ein bisschen nach Abgasen und Asphalt, nach frischer Luft, Tannenbaeumen und Brennenem Holz. OK, in New York war der Abgas und Asphalt part dominierent. Aber ich komme in North Bend aus dem Flughafen, am anderen Ende des Kontinents wohlgemerkt, und da ist dieser Geruch wieder, allerdings ist hier der Frische Luft, Tannenbaeume und brennendes Holz Teil staerker, aber es ist immernoch der selbe Geruch. In Europa hab ich ihn noch nie gerochen. Irgendwie komisch. Auch kleinigkeiten riechen hier ganz anders. Restaurants zum Beispiel haben alle den gleichen eigenartigen Geruch, den ich bei uns nie gerochen hab. Bei uns reiechen Restaurants eher nach Essen, hier eher nach Spuelwasser. Alles sehr mysterioes (oder so aehnlich^^)

Chris am 5.2.07 21:45


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