Untitled Document

 

 

 

 

 

Spring Break

Ja, wie ihr wahrscheinlich schon wisst (ihr lest schließlich alle fleißig in meinem Blog), bin ich grad in Phoenix, Arizona. Kennys Onkel Eric hatte uns hierher eingeladen. Am 30., das war ein Freitag, hatten wir unseren ersten freien Tag, sodass wir schon am frühen morgen abfliegen konnten. Nach etwa 4 Stunden (wir mussten einmal umsteigen) waren wir dann in Phoenix, wo wir von Kennys Tante Cindy abgeholt wurden.

Die Gegend hier ist recht karg. Staub, Geröll, ein paar Wüstengewächse. Dafür sind die Städte schöner als im Rest der USA. Cindy und Eric leben mit ihren drei Kindern, Tabitha, 3, Hanna, 4, und Calvin, 7, in einem ganz netten Haus mit einem riesigen Pool. Die Häuser sind ALLE in Terrakotta Tönen gehalten und sehr gepflegt. Die allermeisten Häuser haben Pools, die Grünanlagen sind in bestem Zustand, überall Palmen und Golfrasen. Klar, das hier ist eine der besseren Gegenden, aber auch die schlechteren sehen wesentlich besser aus als vieles was ich hier bisher gesehen habe.

Kennys Onkel verdient sein Geld als Poolbauer, als sehr erfolgreicher Poolbauer. Die Ausflüge die wir gemacht haben, waren dementsprechend auch recht angenehm. Am Samstag nach unserer Ankunft sind wir zum Beispiel zum Grand Canyon gefahren. Etwa 380 Kilometer durch die Wüste. Unter den ganzen Autos in ihrem Besitz befindet sich auch ein riesiger SUV. Das wir den genommen haben, trug wesentlich zu meinem Wohlbefinden bei. Die letzte halbe Stunde der Fahrt war eine gewundene Schotterpiste durch irgendwelche Canyons. So sorgsam die Amis mit Geschwindigkeitsbegrenzungen sind, auf unbefestigten Schotterpisten gibt es keine Limits. Nett. Die Straße war nicht stark befahren, sodass wir wohl eine Durchschnittsgeschwindigkeit von um die 80 kmh hatten. Die Straße war fast einspurig und die Sicht recht begrenzt (Staub), aber sorgen (wegen dem Gegenverkehr) mussten WIR uns keine machen. Wir saßen in einem riesigen 3,5 Tonnen Geländewagen. War lustig (und ist nix passiert). Dort angekommen wollten die Indianer (Reservatsgelände) dann eine abartige Summe als Eintritt haben. Naja, die hatten in der Woche den Skywalk eröffnet. Das ist ne Glasbrücke über den Grandcanyon, also nicht zur anderen Seite, sondern Halbkreisförmig zur gleichen Seite zurück. War interessant. Die Veranstalter behaupten, da gehe es über nen Kilometer tief runter, aber das waren höchstens 100 Meter. Ansonsten haben wir die erste Verlobung auf dem Ding miterlebt. Rührend :‘-(

Joa, am Mittwoch sind wir dann nach Kalifornien (solltet ihr auch wissen). Nachts um 1 waren wir dann da. Wir hatten im Internet gebucht und es war praktisch alles ausgebucht gewesen. Bis auf dieses kleine Hotel. Haha, nun wissen wir auch warum. siffig! Sehr siffig. Geradezu supersiffig. Aber wir wollten da sowieso nur zum Schlafen hinkommen. Am Donnerstag sind wir dann ins Disneyland Kalifornien. Jaaaaaaa. Endlose Schlangen. Riesige Menschenmassen. Teures Essen. Aber war wirklich toll. Hab zwei Paraden gesehen, das Matterhorn bestiegen, bin durch ein Spukhaus gezogen und habe eine Wildwasserfahrt gemacht. Auf die Achterbahn hab ich mich nich getraut *schäm* Dann noch eine riesige Menge (sehr preiswerter) Souvenirs gekauft und das wars dann auch. Freitag gings zuerst an den Strand. Es war bewölkt, nebelig und kühl. So ist es in Kalifornien zu dieser Jahreszeit wohl ständig. Trotzdem war der Pazifik voller Surfer. Und Ölbohrinseln. Die haben die praktisch auf den Strand gebaut. Nix, ein son Ding am Horizont. Nein, 7 oder 8 in 1,5 km Entfernung. Schöööööön. Wir haben dann ein wenig im Sand gebuddelt und die Füße nassgemacht (Es war wirklich kalt. Die Surfer hatten alle Neoprenanzüge an und Schwimmen war keiner.). Dann zurück nach Phoenix, einen Tag früher als geplant.

Gestern, Samstag haben Kenny und ich Eric beim Aufräumen der Baustelle für sein neues Büro geholfen. Danach hat er uns zum Flughafen gebracht und ist mit uns nacheinander ein wenig geflogen. Ein Flugzeug hat er nämlich auch. Mit Kenny hat er ein paar Stunts gemacht, Schrauben, Parabeln etc. Ich hab ihn gebeten, dass sein zu lassen. Ich mag fliegen nicht so wirklich, aber so ein Kleinstflugzeug wollte ich schon immer mal ausprobieren. Das durften wir dann auch. Als wir hoch genug waren durften wir selber steuern. Ist eigentlich wahnsinnig einfach. Das ist nicht viel mehr als der Microsoft Flight Simulator (ein klein wenig Produktplacement). Abends haben wir dann für die Kinners die Ostereier versteckt. Die hatten ein paar Freunde da, sodass wir das schon einen Tag früher gemacht haben. Wir haben die rausgeschickt und dann die Ostereier mit Gemüse und Steinen gefüllt und drinnen versteckt. Dann haben wir sie suchen lassen. Die waren noch nicht mal enttäuscht. Klar, ein klein wenig verwundert, aber ansonsten OK.

Joa, bis hierher war es Ostersonntag. Dann ging mir leider die Zeit aus und nun ist es Dienstag, kurz vor 10 Uhr Abends.

Okay, zurück zu den Ostereiern. Wir haben dann die Richtigen draußen im Garten versteckt, man ist ja kein Unmensch. Später haben wir dann Streiche vorbereitet. Onkel Eric ist für seine schlimmen Streiche bekannt und wir wollten die Gelegenheit beim Schopfe greifen, den Rest der Familie ein wenig zu rächen (Uns auch, der hat uns Schlagsahne in die Schuhe gefüllt und die Toilettensitze mit Zeugs beschmiert&hellip. Wir haben dann Stinkbomben zusammengemixt (Eier, Milch, Käse und was wir sonst noch so finden konnten. Die haben wir dann an mehreren Stellen im Haus versteckt, u.a. im Schlafzimmer und in der Klimaanlage der Küche. In ein paar Tagen dürfte es müffeln.

Montag mussten wir dann leider schon wieder zurück. Schade. Ferien waren zu Ende. Wir sind dann Nachmittags nach Salt Lake City geflogen. Die hatten starken Wind, sodass wir ein wenig Verspätung hatten. Wir mussten dann zum nächsten Flugzeug rennen, haben aber auf dem Weg noch ein paar Mitschüler getroffen. Die waren auf ner Reise mit dem Spanischkurs nach Costa Rica gewesen und kamen nun grade zurück. Unser Flug war leider schon voll, sodass die erst ein paar Stunden später ankamen.

Heute haben Kenny und ich uns dann frei genommen. Die haben hier so ein seltsames System: Ein Schüler darf pro Halbjahr 9 Tage ohne guten Grund fehlen (d.h. ohne Attest). Das führt zwar zur Eindämmung von exzessivem Schwänzen, bedeutet aber auch, dass jeder versucht die 9 Tage gefahrlosen Schwänzens auszunutzen. Wer länger fehlt, dem wird das Halbjahr einfach aberkannt. So, wir sind also zuhause geblieben, haben Hausaufgaben gemacht und haben einfach mal ausgeschlafen.

Nach Arizonas Hitze sind wir hier wieder am frieren. Die ganze Zeit, in der wir weg waren, hat es geschneit und war eisig kalt. Inzwischen ist es wieder ein wenig „wärmer“, sodass man Tiere wieder raus lassen kann, ohne sie in den Tot zu schicken. Naja, morgen ham wa also wieda Schule. Muss wohl sein, aber mir gefallen die wesentlich längeren deutschen Ferien viel besser. Nächstes Jahr haben die hier in Livingston zum Beispiel geplant, die Frühlingsferien ganz weg zu lassen. „Die Schüler langweilen sich doch.“ Das hat der Direktor der Mittelschule tatsächlich behauptet. Lächerlich. Naja, geht mich dann nix mehr an.

Alles Liebe, bis dann,

Euer Benjamin

11.4.07 06:17
 

Design by Ratze-Karl

Logo by Phrosh

Gratis bloggen bei
myblog.de

 

Links

Austauschforum

AYUSA

into-exchange

TimSs Blog

Jojos Website

Martins Blog

Susis Blog