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2. Semester startet (e)

So, nun werden auch die Abstände zwischen meinen Einträgen immer größer. Schade, aber andererseits heißt das auch, dass ich mich heir wohl fühle und ordentlich beschäftigt bin.

Inzwischen habe ich unter Anderem eine Woche Semesterprüfungen hinter mir. Dienstags war es recht chillig, nur ein kleiner Vortrag und ein Faketest. Ich meine, der Test im Fach Exploring INdustrial Technologies war einfach nur noch mal alle Tests des Halbjahrs zusammen. Und die waren schon beim erstenmal lachhaft einfach. Dienstag nachmittag wollte ich dann für Mittwoch lernen. Advanced Biology und Calculus sind eine ganz andere Liga, auch wenn mir in Bio 70% für ein A gereicht hätten. Das Notensystem teilt sich hier in A, B, C als "bestehende" Noten und D und F als " durchfallende" Noten. In Calc hätte ich mindestens 91% gebraucht, nicht unmöglich, aber schwieriger, weil eben der gesammte Stoff des Semesters abgefragt wurde. Als ich am Dienstag allerdings nach Hause kam, war das Weihnachtspäckchen meiner Eltern angekommen. Gut, es war der 16. Januar, aber besser spät als nie. Da war dann ein Buch drin, Der Schwarm, dass ich gleich lesen wollte. Zum Lernen bliebe dann ja immer noch Zeit. Pustekuchen. Der Schweinehund hat gesiegt. Um 12:30, nach 7 Stunden Lesens, bin ich ins Bett gegangen. In Bio habe ich am nächsten Tag 96% erreicht (ohne Lernen), in Calc wurden es nur 89%, was mich ein A kostete (Mir fehlten letztendlich 0,2% für ein A auf dem Semesterzeugnis. Da hätte aber auch Lernen nicht geholfen.). Donnerstag habe ich das erste Mal in meinem Leben geschwänzt. Ich hätte zwei "Semestertests" gehabt, in Choir und Webmaster. IN beiden Stunden hätten wir absolut nichts gemacht, da hab ich mich von Joan entschuldigen lassen und bin zuhause geblieben. Das tat auch mal gut  :-)

Am Montag begann dann mein zweites Halbjahr, womit auch die erste Hälfte meines Aufenthalts vorrüber wäre. Ein paar Fächer wechselten, sodass ich nun nicht mehr Business Communications, Webmaster udn US Literature haben sollte, sondern US Government, Photography und Anatomy & Physiology. US Government ist absolut toll, eine Art Politikunterricht, in dem wir grade Sachen wie Abtreibung und Todesstarfe diskutieren. Diskutieren!!! Wir dürfen unsere eigene Meinung haben, wir sollen es sogar. Wir haben zuerst einen Selbsttest gemacht, der von einer Uni entwickelt wurde und besagt, dass ich auf einer Skala von 0 (Erzkonservativ) bis 40 (Extrem Liberal) 34 Punkte erreiche. Damit bin ich in meiner Gruppe Spitze, in einer anderen werde ich von einem Mädchen getoppt. Sie hat 38 Punkte und geht demnächst wahrscheinlich nach Stanford, eine absolute Eliteuni. Die Konservativen waren meist die Dummbolzen. Interessant, findet ihr nicht? Photography habe ich belegt, weil ich das Thema interessant finde, aber auch, weil es sich nciht nach viel Arbeit anhörte. Falsch gedacht. Photography ist wahrscheinlich meine anspruchsvollste Klasse. Der Lehrer ist Photography begeistert und hier werde ich wahrscheinlich sogar lernen müssen. Berühmte Photographen, berühmte Bilder, verschiedene Techniken, Regeln und Grundsätze. Ich muss lernen, könnt ihr euch das vorstellen? Ich kann es nur schwer! Die letzte Änderung war Anatomy & Physiology. Eigentlich ganz interessant. unterrichtet wird das ganze vom Football Trainer und Sportlehrer. In der ersten Stunde hat er einen Bieber ohne Haut mitgebracht und uns die verschiedenen Orgagne gezeigt. Das Problem war bloß, dass er nicht den Eindruck machte, zu wissen, was diese denn machen udn vor allem, wie sie es machen. OK, das Anschauungsmaterial ist total toll, aber was hilft das? Ich habe dann zu Constructions gewechselt. Bauen. Häusle bauen. Ist wirklcih interessant, vor allem weil das eine Hands-on-Klasse ist. Wir werden größere Geräteschuppen bauen, mit Fundament, Wänden, Dach usw. Alles dran. Und vielleicht auch ein Gästehaus, auch wenn ich mir nicht vorstellen kann, was die Schule mit einem Gästehaus will.

Ansonsten geht hier in der Schule alles seinen Gang. In Expl. Ind. Tech. habe ich inzwischen mein Bücherregal fertiggestellt. Aus Fichte, stabil, mit einigen kreativen Schmuckelementen. Ich stell demnächst mal ein Bild rein. Bilder überhaupt sollten mal wieder kommen. Naja, jetzt sind wir dabei aus verschiedenen Holzstreifen Bretter zusammenzuleimen. Die haben dann unterschiedlich gefärbte Streifen, sieht total toll aus. ich mach daraus dann den Umriss des States Montana, zum an die Wand hängen. Wir haben hier eine perfekt ausgerüstete Schreinerwerkstatt mit Geräten auf dem neuesten Stand. Ich glaube, dass einige kleinere Schreiner in Deutschland von so was träumen würde. Es ist einfach toll.

Ich wurde gebeten, mal was über meinen Alltag zu schreiben. Gerne! Ich stehe normalerweise gegen 6:50 auf. Ich gehe Duschen, zieh mich an und mach mich für die Schule fertig. Wenn ich Zeit habe, Frühstücke ich auch, aber das muss eigentlich nicht sein, warum kommt später. Um 7:40 gehts dann zur Schule, sodass wir ungefähr 20-30 min zu früh da sind. So gehts es den meisten Anderen aber auch, sodass man dann in den Gängen rumsteht und sich unterhält. Einige versuchen auch krampfhaft, ihre Hausaufgaben ncoh fertigzustellen, aber sowas mache ich lieber in der Mittagspause. Um 8:20 beginnt die erste Stunde. Für mich 50 min Exploring Industrial Technologies, also im Moment Schreinern. Demnächst kommen dann auch noch Schweißen und andere Metallarbeiten. Um 9:15 beginnt die zweite Stunde, US Governtment. Wie schon gesagt, im Moment geht es um kontroverse Themen und die Fähigkeit, sich eine eigen Meinung zu bilden und tollerant beide Seiten einer Angelegenheit zu betrachten. Die dritte Stunde fängt um 10:10, Advanced Biology, diesmal ausnahmsweise 55 min. Warum weiß ich nicht. Die letzten Tage haben wir uns mit verschiedenen Krebstypen (Tumore, nicht Schalentiere) beschäftigt und jeder hat eine Art recherchiert und dann dem Kurs präsentiert. Das ist hier was ganz interessantes, man benutzt auch in Bio munter die Computer. Wir recherchieren, machen Powerpointpräsentationen usw. Hier gibt es nicht Computerklassen und den REst. Hier benutzt man in allen Klassen Computer, in manchen mehr, in manchen weniger, was eigentlich auch realistisch ist. Ich meine, heutzutage benutzt man doch überall Computer. Danach, um 11:05 beginnt die Mittagspause. Um 11:05 zu Mittag essen? Seltsam. Deshalb frühstücke ich auch nicht. Warum auch? 11:05 ist meiner Ansicht nach eigentlich noch Frühstückszeit. Man kann überall essen, wo man will, die Schulkantine ist aber am billigsten. Für $1,95 gibt es eine Hauptspeise, Nachtisch, Obst und Milch. Alles, was man so braucht. Und wenns nicht schmeckt, gibt es eine Salatbar, die das gleiche kostet. IN der Regel ist man anch 10-15 min fertig, was bedeutet, dass man sich nun den Hausaufgaben widmen kann, wenn es am letzten Abend zu spät geworden ist, aber das kam bei mir bis jetzt vielleicht 3-4 mal vor. Ansonsten steht man wieder auf den Gängen udn pflegt soziale Kontakte, was hier aber wesentlich einfacher ist, als in Good Old D. Hier kann man mit jedem reden. Und jeder freut sich darüber. Es gibt keine wirklichen Kliquen (Yieppieh, ich verlen Deutsch  ;-)   ). Alles stehen zusammen, keiner wird irgendwie großartig diskriminiert oder ausgeschlossen, es werden keine Vorurteile ausgelebt, die irgendwas mit Bildungsstand, Vermögen oder Herrkunft zu tun hätten. Ich glaube, dass wir zum teil doch einiges lernen können, von den vielleicht doch nicht ganz sackdummen Amis. Naja, ich schweife ab. Nach dem Mittag gibbet Calculus, Mathe auf 11er Niveau, deutschem 11er Niveau, vom Grundsatz her. Hier sitzten allerdings nur die ganz schlauen Amis und das hat auch seine Gründe. Auf diesem Level ist Mathe nicht mehr Pflicht. Von hieran ist es freiwillig. Die, die hier sind, wollen es also. Das müssen Sie auch, weil das Tempo schlicht atemberaubend ist. Wir nehmen jedes Detail durch, dafür kommt aber auch alle 3-4 Tage der nächste Abschnitt dran. Wir machen jeden Tag mindestens eine Stunde Hausaufgaben und mehr als 2 Chancen etwas zu verstehen hat man nicht. Wers auch nachdem der Lehrer das erste Mal versucht hat, die Frage zu beantworten, nicht verstanden hat, der kanns vergessen. Der muss es dann alleine herausfinden. Brutal, aber für die schnellen ein Paradies. Ich lern hier so viel, wie es in Deutschland einfach nicht möglich wäre. Nach Calc, um 12:40 habe ich Photography 1. Das habe ich ja schon weiter oben beschrieben. Weitaus anspruchsvoller, als man denkt, aber dafür hochinteressant. Um 1:35 habe ich Chamber Choir, der anspruchsvollste Chor hier. MAcht total Spaß, weil wir eben jeden Tag den gleichen Stundenplan haben und deshalb extrem viel machen können. Im MOment singen wir Stücke  aus verschiedenen Musicals von einem gewissen Herrn Sondheim. Sind toll, die Stücke. Außerdem wird man so schnell besser, das ist unglaublich. Alle 3-4 Wochen merke ich, wie ich mich auf ein neues Level des Singens begeben habe. Und die anderen sind wirklcih extrem gut. Hut ab, für einen Kurs ist das wirklich wunderbar. IN der letzten Stunde habe ich Construction. Hier bauen viele Leute ihre Häuser selber und trotzdem ist Bauarbeiter ein sehr gut bezahlter Job. Die verdienen um die $10-15 die Stunde, das ist das dreifache des gesetzlichen Mindestlohns. Deshalb ist so eine Klasse auch recht sinnvoll. Im Moment beschäftigen wir uns mit Fundamenten und Beton-Gießen sowie dem Bauen von Holzböden in höheren Stockwerken, also mit Balken, dann Spanplatten, dann Boden usw. Morgen fangen wir mit dem praktischen Teil an und bauen den Boden für einen Schuppen und gießen ein bisschen Beton. Das wird eine Schweinerei  ;-)  Um 3:20 haben wir dann endlich frei. Theoretisch, denn jetzt fangen die Trainingseinheiten der verschiednen Sportteams an. Im Winter  Basketball für Jungen und Mädchen und Wrestling für die Jungen. Dann noch verschiedene Arten von Preseason-Training, also Training für die Teams außerhalb der eigentlichen Saison. In dieser Kategorie unter Anderem auch Football. Gewichte heben, damit man am Ende auch ne richtige Kante ist. Ein paar Freunde und ich machen da jetzt auch mit, nicht wegen einer Karriere als Footballer, sondern weil man sich ja körperlich betätigen sollte. Macht Spaß, gekotzt habe ich noch nicht, aber einer meiner Freunde hat heute seinen Magen entleert. Der bekam sich aber schnell wieder unter Kontrolle. Ansonsten fährt man dann nach der Schule zu Freunden zum "rumhängen" oder eben nach Hause. Mit dem Fahren habe selbst ich keine Probleme, weil hier keiner ein Problem damit hat, mich mitzunehmen und dann irgendwo abzusetzten, auch wenn das einen Umweg bedeutet. Die erinnern sich noch gut daran, wie es ihnen selbst ging, als sie noch nicht fahren durften. Um 5-6 gibt es dann normalerweise Abendbrot, immer warm. gegen 8 fang ich in der Regel mit Hausaufgaben an, was bedeutet, dass ich dann acuh zuhause bin. Meine Deadline (Curfew) ist in der Woche um 10:00, aber da darf ich mehr, als ich will. Um 9:45 lesen wir alle gemeinsam ein Kapitel in der Bibel, danach wird gebetet und dann gehen die meisten ins Bett. Nur Michael udn Kenny bleiben noch mit mir wach. kenny schläft dann meistens im Stuhl ein, Michael ist in seinem Zimmer und ich mache Hausaufgaben, lese oder bin am Computer. Meine Schlafenszeit variiert. Um 11:00 ist sehr früh, normalerweise ist es zwischen 11:30 und 12:00. Wenn es spät wird, kann es 1:00 sein. Ich hatte früher immer ein enormes Schlafbedürfnis, aber das hat sich hier reduziert. Wenn ich um 11:10 im Bett bin und um 6:50 aufstehe, ist das genug. Wenn es früher ist (das ins Bett gehen), dann kann ich sogar Schlaf aufholen, von vorherigen Nächten.

Ja, das ist so ein normaler Wochentag. ich wollte eigentlich noch was anderes schreiben, aber das muss Zeit haben. Ich habe um 9:20 mit dem schreiben angefangen, jetzt ist es 11:16. Zwischendurch haben wir nur kurz Bibel gelesen und ich hab Kenny mit Mathe geholfen. Ansonsten habe ich geschrieben. Naja, wie gesagt, ich schreibe demnächst noch den Rest.

Bis dann, habe euch lieb, vermisse euch, zumindest die meisten (man weiß ja nie, wer hier so mitließt^^),

euer Benjamin

31.1.07 05:39
 

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